Freizeit 2024 - 7b Deichhaus 05.06. / 06.06. / 07.06. 2024

Deichhus  ... weiter mit Tag 5

 

 

 Schellente - Mädchen oder Junge?

 

Knäkente

 

Stockentenpaar

 

Großer gemeinsamer Brutplatz muss man sich vorstellen, wie die Nato

 

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Wenn Mama Altvogel ihren Platz kurzzeitig verlässt, um für sich Futter zu besorgen,  gehen die jungen Küken sofort in Deckung. Sie klemmen sich geduckt z.B. in kleine Felsspalten und sind dann tatsächlich kaum noch zu sehen. So haben sie eine reele Überlebenschance ...

 

Schnabelspitzen bei Küken leicht schwarz

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Alle Achtung: 7 Küken!

 

Das muss der Papa sein, sonst würde die Mama längst aufgesprungen sein!

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Der Tag geht zu Ende - weiter geht es mit ...

 

 

Freizeit 2024 - Deichhus 06.06.2024 / Tag 5

 

 

06.06.2024 Deichhus / Tag 5

Auch heute ist das Wetter kein Grund zur Freude – eigentlich wollte ich gar nicht erst vor die Tür gehen. Aber das halte ich nicht aus – schließlich muss ich doch das Geschehen im Beltringharder Koog und hier vor allem das Leben der Haubentaucher mitbekommen. Sie sind wahrhaftig so niedlich im Umgang mit ihren Küken, dass ich mich gar nicht satt sehen kann.

Heute staune ich nicht schlecht – als ich plötzlich mitbekomme, dass da ein zweites Küken geboren worden ist. Ich stand schon eine ganze Weile und wunderte mich, dass sich der Schlupf des zweiten Kükens so lange hinzieht. Fast wäre ich wieder gefahren, weil ich ohnehin die hunderttausend Bilder kaum noch bearbeitet bekomme. Was habe ich mich gefreut, als es ich dann plötzlich zeigte. Ich bin mir gar nicht sicher, ob der zweite Mini nicht schon gestern da war. Möglich wäre es. Ja und was soll ich sagen. Wegfahren, ist nun „Schnee von gestern“.  Es ist deutlich zu merken, dass mehr Bewegung am Nest zu verzeichnen ist. Das Erstgeborene wird langsam immer mutiger und die Haubentauchereltern haben schon ganz gut zu tun. Wie wird das wohl aussehen, wenn alle 4 Geschwister nach Hunger schreien und ihre Welt erkunden wollen! Es wäre natürlich schön, wen sie alle überleben würden, aber das ist eigentlich unrealistisch. Ich sah Haubentaucher mit maximal 2 Küken, manchmal auch nur mit einem. Das ist halt die Natur. Was man denn heute so alles in „die Natur“ definiert, stört mich zuweilen etwas – sehr oft hat der Mensch seine Finger im Spiel und nicht so sehr Mutter Natur! Dennoch will ich es hier, der einfachhalber so mal stehen lassen.

Im Beltringharder Koog sind Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe heute viel auf der Straße. Sie sehen fast jedes Auto als Feind und halten nicht genügend Abstand. Vermutlich haben sie ihre Kinder irgendwo im Gras sitzen und erleben das Treiben auf der Straße als Bedrohung. Würden sich die Autofahrer ein wenig nach ihnen ausrichten, wäre es kein Problem – da aber insbesondere die Einheimischen die Straße oft mit vollkommen unzulässigen Geschwindigkeiten runter rasen, gab es heute einige Todesfälle zu verzeichnen. Das macht mich mega wütend, weil es einfach nur ignorant ist. Ich will schauen, dass ich Zuhause mal an die Gemeinde schreibe und sie frage, ob es eigentlich in ihrem Interesse ist, dass sich die Raserei auf der Straße im Beltringharder Koog schon Deutschlandweit herumgesprochen hat. Da werden Menschen mit Reisebussen hin gekarrt, damit sie am Kiosk ihr Geld dalassen – aber von Naturschutz ist weit und breit nichts zu sehen. Nicht das ich denke, dass darauf reagiert wird – aber ich habe mir meinen Frust dann mal ein bisschen weggeschrieben!

Da sich der Himmel bedrohlich verdunkelt, sehe ich zu, dass ich wegkomme. Unterwegs schüttet es dann auch heftig – leider hat es die Ausscheidungen der Lachmöwen und Küstenseeschwalben von gestern auf meinem Auto noch nicht gut abwaschen können. Nun regnet es ja aber dauernd und so habe ich die Hoffnung, dass es morgen weg ist – sonst muss ich das irgendwie abwischen.

 

 

Da habe ich eben noch zwischen den Schafen auf dem Deich gesessen – die Ruhe genossen, das Blöken der Schafe war so mega beruhigend. Sie Sonne schien, es war fast windstill und das Meer kam gerade wieder oder es ging weg. Das konnte ich nicht sehen.  Ich konnte den Kiebitz rufen hören und sah Brandgänse, Säbelschnäbler und Austernfischer im Watt nach Nahrung suchen. Aber es war einfach traumhaft schön. Nun eine Stunde später schüttet es schon wieder Bindfäden vom Himmel. Es ist schade, dass das Wetter so unbeständig ist.

 

 

 

Im Land der Windräder ...

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Freizeit 7b - Deichhus 07.06.2024 - Tag 6

 

 

Freitag heute – das Wetter – wie immer, sehr bescheiden – heute Morgen als mich der Rasenmäher weckte, schien tatsächlich kurz die Sonne.

Ich habe mich aber entschlossen, erstmal wach zu werden und nett zu frühstücken – das tut gut!

So gegen 10: 00 Uhr mache ich mich auf den Weg – Beltringharder Koog! Ich wünschte mir, dass heute nicht wieder von der rasenden einheimischen Bevölkerung die Vögel totgefahren werden – die man an andere Stelle versucht zu schützen. Der Rotschenkel drehte sich noch wie ein Kreisel – bis er liegen blieb – der Kiebitz klebte förmlich wie ein Gemälde auf der Straße. Das sind Bilder vor meinen Augen, die mich so wütend machen. Aber aufgrund des schlechten Wetters ist hier nicht allzu viel los – das schützt die Vögel!

Freuen tut mich, ein lieber Gruß aus einem schwarzen Auto mit NF Kennzeichen, gefahren von einer jungen Frau! Ich habe den Wagen in den letzten Tagen hier auch gesehen und ich glaube, dass ich von der Frau auch ein paar Bilder in FB gesehen habe – heute nun grüßen wir uns! Wenn mich nicht alles täuscht, hat sie die ersten Bilder von den Küken des Schwarzhalstauchers gesehen …

Ich verabschiede mich nach Stunden der Beobachtung von den Haubentauchern und fahre zu den Rothalstauchern. Ich war die letzten Tage zögerlich, weil ich Sorge hatte, hier eine Enttäuschung zu erleben.  Manchmal ist es ja besser, alles so in Erinnerung zu behalten, wie es schön war. Aber ich bin neugierig.

Was soll ich sagen: Ich sehe nur noch zwei Kinder und vor allem nur noch einen Altvogel. Sie hatten sich ohnehin ja die Brut geteilt – jeder Altvogel hatte zwei Küken in seiner Obacht. Vielleicht habe sie sich auf dem See getrennt.

Das ganze Dilemma fing damit an, dass die Schwanenfamilie ihre Küken über den gesamten See spazieren führten. Herr Schwan war äußerst aggressiv und ging alles an, was auf dem See schwamm – so auch die jungen Küken des Rothalstauchers. Sie lernten, sich bei Gefahr in Schutz zu bringen.

Das ist ja zunächst nicht verkehrt …

Irritiert war ich heute, als der Graureiher direkt vor der Hütte landete, dafür wird er wohl einen Grund gehabt haben.

 

 

 

Der männliche Haussperling, im Volksmund auch Spatz genannt hat mit seinem Nachwuchs zu tun. Hier auf dem Bild könnte man denken, das der Junior dem Papa mal höflichst den Arm (Flügel) auf die Schulter legt und um etwas Futter bittet ...